Suche
Loading

Die Zeitschrift

Für Abonnenten

 


Kurznachrichten

 
Daten zur Behandlungsqualität in Krankenhäusern: G-BA treibt Follow-up-Verfahren voran

Ab dem Erfassungsjahr 2015 werden in drei Leistungsbereichen der externen stationären Qualitätssicherung regelhaft Follow-up-Erhebungen durchgeführt. Diese und andere Empfehlungen der Bundesfachgruppen hat der G-BA heute in Berlin beschlossen.

"Das für die längsschnittliche Datenerhebung und -zusammenführung notwendige Pseudonymisierungsverfahren wurde in den Leistungsbereichen endoprothetische Versorgung von Hüfte und Knie seit dem Jahr 2011 erprobt und wird ab 2015 in den Regelbetrieb gehen. Nach derselben Methodik wird auch bei der Herzschrittmacher-Versorgung ab 2015 ein Follow-up erfolgen. Damit sind wir auf unserem Weg, Langzeitergebnisse der Patientenversorgung zu bekommen, einen wesentlichen Schritt weiter", sagte Dr. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzende des Unterausschusses Qualitätssicherung.


Da durch die Abbildung des Langzeitverlaufs die Aussagekraft der Daten zur Behandlungsqualität deutlich verbessert wird, soll diese Form der Qualitätssicherung für weitere geeignete Leistungsbereiche vorbereitet werden. So beschloss der G-BA weiterhin, das AQUA-Institut (Institution nach § 137a SGB V) mit der Entwicklung eines stationären Follow-up-Verfahrens für die drei Leistungsbereiche der implantierbaren Defibrillatoren (Implantation, Aggregatwechsel und Revision/Systemwechsel/Explantation) durch Verknüpfung der vorhandenen Dokumentation mit Hilfe von zu pseudonymisierenden patientenidentifizierenden Daten zu beauftragen.


Der Leistungsbereich Herztransplantation wird vor dem Hintergrund eines abgeschlossenen Weiterentwicklungsauftrages durch das AQUA-Institut ab 2015 auch die Implantation von Herzunterstützungssystemen umfassen.
Weitere vom G-BA beschlossene Änderungen beziehen sich auf die Umstellung des Datenexportformats für alle Leistungsbereiche auf XML und die Konkretisierung hinsichtlich einer standortbezogenen Auswertung und Darstellung der Qualitätsdaten. Bereits ab dem Erfassungsjahr 2014 sind Krankenhäuser verpflichtet, für jeden einzelnen Krankenhausstandort zu berichten, um die Aussagekraft der Qualitätsdaten zu erhöhen.
Beschlusstext und Tragende Gründe werden in Kürze auf folgender Seite im Internet veröffentlicht:
https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/zum-aufgabenbereich/18/

Die entsprechend geänderte Spezifikation der dokumentationspflichtigen Leistungen, die der IT-technischen Umsetzung zum Erfassungsjahr 2015 dient, wird in den kommenden Wochen auf den Internetseiten der Institution nach § 137a SGB V (www.sqg.de) zur Verfügung gestellt. ...

 

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 20.06.2014 10:05
Quelle: PM G-BA Nr. 27/2014 v. 19.6.2014

zurück zur vorherigen Seite

Kostenloses Probeabo

 

Zeitschrift für Arztrecht, Krankenhausrecht, Apotheken- und Arzneimittelrecht.

jetzt testen!

Top-Produkt

 

Martis/Winkhart, Arzthaftungsrecht, 4. Auflage

Anhand alphabetisch geordneter Fallgruppen erschließt  Ihnen dieses einzigartige Standardwerk wieder systematisch die unübersichtliche Kasuistik des gesamten Arzthaftungsrechts: materiellrechtlich und prozessual.
Inklusive Patientenrechtegesetz!

 

jetzt bestellen!

Top-Produkt

 

Hill/Schmitt, Medizinprodukterecht (WiKo)

Hier wird das Medizin- produkterecht aus Sicht der Praxis kommentiert. Das heißt, soweit Interpretationsspielräume noch vorhanden sind, werden sie unter wirtschaftlichen Aspekten und unter Berücksichtigung der neuesten Rechtsprechung praxisgerecht erläutert.

jetzt bestellen!